Wichtige Hinweise für interessierte Eltern

 

Immer wieder wird uns die Frage gestellt: Wann darf man Kind zum Volti / an die Longe / oder zum Springen? Wir haben versucht, hier in einer Elterninformation einmal alle wichtigen Fragen zusammen zu stellen und zu beantworten und unser Schulungsangebot einmal vorzustellen.

 

Voltigieren:

Voltigieren ist ab ca. fünf Jahren möglich. Zum Voltigieren sind keine Vorkenntnisse nötig. Als Ausrüstung reichen Turnschuhe und ein Fahrradhelm.

5 bis 6 Volti-Kinder bilden eine Gruppe und turnen abwechselnd auf einem an einer Longe geführten Pferd Die Kinder erlernen zum einen den verantwortungsbewussten Umgang mit dem Partner Pferd (hierzu gehört auch einmal im Monat eine theoretische Stunde, in der alles wissenswerte zum Umgang und der Pflege des Pferdes vermittelt werden), zum anderen werden körperliche und motorische Fertigkeiten, vor allem Haltung, Rhythmus, Gleichgewicht und Konzentration geschult. Das Pferd trägt beim Voltigieren keinen Sattel, sondern einen Voltigurt mit Griffen.

 

Longenunterricht

Zum Longenunterricht sind keine Vorkenntnisse nötig, Kinder die vorher beim Volti waren, fällt das Reiten an der Longe aber leichter.

Der Reitschüler erhält Longenunterricht auf dem vom Reitlehrer longierten Pferd. So kann er sich zunächst ausschließlich auf das Erlernen des korrekten Sitzes konzentrieren, ohne die Hilfengebung für das Pferd mit koordinieren zu müssen.

Eine Unterrichtseinheit dauert 20 Minuten, in denen 1 Kind alleine von einem Reitlehrer betreut wird. Wenn das Kind sicherer wird, wird die Longe immer häufiger gelöst, so dass der Reitschüler lernt, das Pferd selbständig erst im Schritt und später auch im Trab auf sein Pferd einzuwirken und es auf einfachen Hufschlagfiguren zu dirigieren. Im nächsten Schritt reiten 2 Kinder gemeinsam in einer Stunde, diese dauert 30 Minuten.

Die Pferde werden mit dem Ausbilder oder einem anderem erfahrenen Reitschüler geputzt und gesattelt und getrenst. Einmal im Monat wird der Unterricht durch eine Theoriestunde ersetzt. Der Unterricht findet in der Reithalle oder auf dem Aussenplatz statt.

 

Anfängerreitstunden

Die Kinder müssen mindestens 10 Jahre alt sein. Sie müssen in der Lage sein

  • Selbständig das Pferd aufzuhalftern, zu führen und zu putzen
  • Unter Anleitung Trensen und Satteln
  • Alleine im Schritt und Trab reiten
  • Einfache Hufschlagfiguren reiten
  • Die Bahnregeln beherrschen
  • Ausbalanciert an der Longe galoppieren

4 bis 5 Kinder reiten in einer Reitstunde, diese dauert 45 Minuten. In den Anfängerstunden werden die Hufschlagfiguren erweitert und an der Einwirkung des Reiters auf das Pferd gearbeitet. Hierzu ist ein sicherer Grundsitz notwendig.

 

Fortgeschrittenenreitstunden

Die Reiter haben einen gefestigten Grundsitz und können sicher in allen drei Grundgangarten auf ihr Pferd einwirken. Sie sind in der Lage, jedes beliebige Pferd zu reiten, sind sicher im Umgang mit den Pferden und selbständig in der Lage, ein Pferd von der Wiese zu holen und zu putzen und zu satteln. Sie besitzen ein fundiertes Theoriewissen über Pferde und Reitlehre.

In der Reitstunde reiten zwischen 4 und 5 Kindern zusammen in der Reithalle oder auf dem Außenplatz. Zunehmend wird das Abteilungsreiten in den Hintergrund rücken und die Reitschüler frei und durcheinander in der Bahn reiten. Zur normalen Dressurarbeit wird Stangenarbeit und erste Dressurlektionen hinzugenommen. Es wird an der Verbesserung des Sitzes und der Hilfengebung gearbeitet.

 

Springstunden

Der Reiter muss in der Lage sein, das Pferd in allen drei Grundgangarten in der Halle und auf dem Außenplatz zu reiten. Hierfür benötigt er einen von den Händen unabhängigen, gut ausbalancierten Sitz. Erste Erfahrungen in der Stangenarbeit sollten aus der Reitstunde vorhanden sein.

 

Für alle Unterrichtsangebote gilt:

Bei Auslastung der Kapazität besteht keinerlei Anspruch auf Reitunterricht und Gestellung eines Pferdes.

Die Teilnahme an den Reitstunden ohne das Tragen eines Reithelmes gem. EN 1384 ist nicht zulässig.

Jegliches Fahren, Reiten oder Voltigieren geschieht auf eigenes Risiko.

Wir weisen Eltern minderjähriger Kinder ausdrücklich darauf hin, dass eine Aufsichtspflicht der Kinder durch die Ausbilder des RV Oeventrop nur während der Reitstunden und der Zeit in der die Pferde für die Reitstunden fertig gemacht werden, besteht.

Die Anmeldung für die Reitstunden ist verbindlich für den folgenden Monat!!

Grundsätzlich verfallen nicht in Anspruch genommene Reitstunden und werden nicht gutgeschrieben (Ausnahmen sind Ferien, Abwesenheit des Reitlehrers, Ausfalll des Schulpferdes, längerer Ausfall des Reitlehrers)!

Zur Vereinfachnung werden die Reitstunden im nächsten Monat von Ihrem Konto abgebucht.